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Akron - Schriftsteller, Philosoph † 

Akron - Schriftsteller, Philosoph † 

Akron (* 1. Mai 1948 in Münsterlingen; † 11. Oktober 2017 in St. Gallen), mit bürgerlichem Namen Karl Friedrich Frey, auch Carl-Friedrich Frey[1] und Charles Frey[2] war ein Schweizer KünstlerMusikerAutorAstrologe und Okkultist.

 

 

Leben und Werk

Nachdem Akron zwischen 1961 und 1964 die katholische Kantonsrealschule in St. Gallen besuchte und 1967 eine kaufmännische Lehre bei der Nationalversicherung Basel abgeschlossen hatte, arbeitete er als Berufsmusiker in verschiedenen Nachtlokalen Deutschlands. 1969 gründete er mit Blackstone eine der ersten Schweizer Underground-Zeitschriften und kam in Kontakt mit esoterischen Strömungen.

1969 bis 1972 war er Mitbegründer der Black-Magic-Band Black Mass und war zeitweise Schlagzeuger der Kultband Amon Düül. Mit Amon Düül kam es zu einem Skandal und zu einem Verfahren wegen Blasphemie, einer angeblichen schwarzen Messe und einer nackten Jungfrau an einem Kreuz, was zum Showteil der Band Amon Düül gehörte. Das Verfahren verlief im Sande, jedoch wurde Akron die Arbeitsbewilligung in Deutschland nicht mehr verlängert.[3]

1972 erschien Akrons erstes Buch Wessen Auge sind die Sterne? bei einem kleinen Verlag. 1975 verfasste er einen experimentellen Roman, Die Fünfte Wand, welcher zur Grundlage des Graphic Novel Das Orakel der Unterwelt wurde. 1976 schrieb Akron die Rock-Oper Pyrrho, die mit der Schweizer Band Island im St. Galler Stadttheater uraufgeführt wurde.[4] Von 1974 bis 1978 war Akron Kulturkritiker bei der Ostschweizer AZ und hatte ab 1980 eine eigene Kolumne im St. Galler Tagblatt. 1988 erschien sein Buch Jenseits der Schwelle. Das Buch befasst sich mit spirituellen Energien der äusseren Planeten des Sonnensystems. 1989 erschien der Folgeband Im Licht der Sonne, welcher sich mit den inneren Planeten des Sonnensystems befasst. Seine meisten Werke digitalisierte Jürgen Hoppmann von 1991–2005 für astrologische Deutungssoftwareplattformen und ins eBook-Format.[5]

1992 wurde das von Akron in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Künstler HR Giger geschaffene Giger-Tarot[6] in zwei grossen Vernissagen in der Giger-Bar in Chur und dem Museum Bavaria in Zürich vorgestellt. An Halloween 1994 gründete Akron den Templum Baphomae, eine Gruppierung, die sich mit Schattenarbeit, dem Bewusstmachen der verdrängten Persönlichkeitsanteile des Menschen beschäftigt.

1996 begann Akron mit der Arbeit an seiner Dante-Trilogie, die er als sein Lebenswerk betrachtete. Im Juni 1997 wurde Akrons Vertrag mit dem Urania Verlag gekündigt, da nach Ansicht eines damaligen Lektors die Dante-Trilogie nicht in das Verlagsprogramm passte. Im Juli 2001 gründete Akron die Akron Verlags AG, bei der im Jahre 2002 der zweite Teil der Dante-Trilogie erschien. Im selben Jahr begannen die Vorbereitungen zum Akron-Tarot.

Parallel dazu entwickelte er zusammen mit dem Kölner Künstler Voenix, die Laufe von mehr als einem Jahrzehnt die Dante-Comic-Reihe. Am 2. August 2004, wenige Stunden nach den letzten Korrekturen am Akron-Tarot, erlitt Akron einen Blinddarmdurchbruch und aufgrund einer Allergie auf Narkosen einen kurzfristigen Herzstillstand. Der Akron-Tarot, den Akron mit dem Künstler Siegfried Otto Hüttengrund ausgearbeitet hatte, erschien zur Buchmesse 2004. Nach der Fusion mit Königsfurt wurde Akron vom neuen Lektorat des Königsfurt-Urania Verlag um eine Wiederaufnahme der Zusammenarbeit gebeten, was im Herbst 2007 zur opulente bebilderten Ausgabe von Akrons Crowley Tarot-Führer, seinem Magnum Opus, führte.

2008 kommentiert Akron in einem mehrseitigen Interview mit dem Schweizerischen Wirtschaftsmagazin Leader die damalige globale Finanzkrise.[7] 2017 kommentiert das Magazin unter der Rubrik „Von umstrittenen Titelbildern und schweisstreibenden Momenten“ das Interview. [8]

2012 wurde Akron beim Rosenschneiden in seinem Vorgarten am St. Galler Ruhberg von einem rückwärts fahrenden Minderjährigen ohne Führerschein angefahren, erlitt schwerste Verletzungen und fiel eine zeitlang ins Koma. Diese Zäsur verarbeitete er in seinem Spätwerk, den Pforten, in enger Zusammenarbeit der Malerin und Sängerin Patricia Coney.[9] Der Künstler verstarb am 11. Oktober 2017 im Alter von 69 Jahren an einer Krebserkrankung.[1][2]

Werke (Auswahl)

  • Der Crowley-Tarot. In Zusammenarbeit mit Hajo Banzhaf, Kailash (Heinrich Hugendubel Verlag) 1991, ISBN 3-7205-2514-7.
  • Das Astrologie-Handbuch. Charakteranalyse und Schicksalsdeutung. Hugendubel, 2. A. 1995, ISBN 3-88034-798-0.
  • Partnerschafts-Astrologie. Das Handbuch zu den persönlichen Aspekten. Akron 1999, ISBN 3-905372-17-7.
  • Dantes Inferno. Der Astroführer durch die Unterwelt. Frey nach Dantes Göttlicher Komödie. Akron Verlag 2000, ISBN 3-905372-00-2.
  • Das Baphomet Tarot. In Zusammenarbeit mit HR Giger. Akron Verlag 2001, ISBN 3-905372-15-0.
  • Das Auge der Hölle. Inferno II – Die Höllen der Sexualität und der Verschwörungstheorien. Akron 2002, ISBN 3-905372-18-5.
  • Der Akron-Tarot. Mit den Tarotkarten von Siegfried Otto Hüttengrund. AGM Urania, Neuhausen 2004, ISBN 978-3-03819-044-8.
  • Akrons Crowley Tarot-Führer. AGM Urania, Neuhausen 2007, ISBN 978-3-03819-132-2.
  • Das Licht der Erkenntnis. Inferno III - Die Höllen der Kontraktion und der Befreiung. Akron Edition 2012, ISBN 978-3-905372-38-0.
  • Die 7 Pforten des Geistes. Gespräche mit dem alten Magus. Akron Edition GmbH 2013, ISBN 978-3-905372-36-6.
  • Die 8te Pforte. Jenseits der Schwelle. Der Trauma-Trip des alten Magus. Akron Edition 2017, ISBN 978-3-905372-97-7.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. ↑ Hochspringen nach:a b Nachruf auf Akrons Netzpräsenz
  2. ↑ Hochspringen nach:a b Marcel Elsener, Brigitte Schmid-Gugler: Der Magier ging über die letzte Schwelle. Nachruf in: St. Galler Tagblatt vom 27. Oktober 2017, abgerufen am 29. Oktober 2017.
  3. Hochspringen Akron: Akrons Crowley Tarot Führer, Kapitel 1: "Das Buch Thoth - meine persönliche Geschichte" (Autobiografie des Autors über seine Zeit als Musiker in der deutschen Progressive-Rock-Szene der 70er Jahre). 1. Auflage. Band 1. Königsfurt-Urania Verlag, Neuhausen am Rhein 2007, ISBN 978-3-03819-132-2, S. 14–21.
  4. Hochspringen VertigoHarvest: "Pyrrho" by ISLAND, based on a Story by Akron. 11. Oktober 2011, abgerufen am 6. November 2017.
  5. Hochspringen Jürgen Hoppmann: Curriculum Vitae. In: arsastrologica.com. Abgerufen am 7. November 2017.
  6. Hochspringen Akron, Giger: Tarot. [Taschen], [Köln] 2000, ISBN 978-3-8228-6020-5.
  7. Hochspringen Stefan Millius, Bodo Rüedi: Wir müssen uns bekämpfen wie im Krieg. In: Leader. Das Unternehmermagazin. Oktober 2008, S. 1, 3, 30-37, abgerufen am 6. November 2017 (PDF): „Für einmal waren wir in der Zwickmühle. Die Krise der Finanzmärkte lässt die Ostschweiz natürlich nicht unberührt, und ein Unternehmermagazin wie der LEADER kann sich diesen für die Wirtschaft zentralen Vorgängen nicht verschliessen. Doch die Ereignisse in den Regierungen und an den Börsen überschlagen sich derart, dass jede Momentaufnahme morgen schon veraltet sein kann. Kommt dazu, dass sich selbst die Experten völlig uneins darüber sind, wie der Krise am effektivsten zu begegnen ist. Deshalb haben wir uns zu einem unkonventionellen Vorgehen entschieden. Zu Wort kommt in der vorliegenden Ausgabe kein Wirtschaftsprofessor, kein Topbanker und kein Börsenanalyst, sondern einer, der sein Brot mit psychologischen und philosophischen Schriften verdient: Der St.Galler Carl-Friedrich Frey alias Akron. Ein Mann, der von den einen verehrt und bei den anderen umstritten ist. Die Überraschung: Was Akron sagt, ist von den Analysen vieler «Zahlenmenschen» nicht weit entfernt. Nur, dass Frey die Vorgänge rund um die internationalen Finanzmärkte ganzheitlicher betrachtet und von zerstörten Illusionen spricht, die nun sofort durch neue ersetzt werden.“
  8. Hochspringen Marcel Baumgartner (Leitung): Von umstrittenen Titelbildern und schweisstreibenden Momenten. In: Leader. Das Unternehmermagazin. September 2017, S. 17, abgerufen am 6. November 2017 (PDF): „Die Titelgeschichte, die bei uns intern am heftigsten diskutiert wurde. Dass wir mit Carl-Friedrich Frey alias Akron einen Magier und Astrologen von Weltruf inszenierten, ist damals nicht bei allen auf Anklang gestossen. Und dann noch die Schlagzeile «Unser Wirtschaftssystem ist wie ein wucherndes Krebsgeschwür» … Die Anzeigenabteilung befürchtete in der Folge heftige Einnahmeeinbussen. Deshalb setzten wir in der Folgeausgabe wieder ganz auf das Kapital und bildeten Casino-Direktor Massimo Schawalder mit der Aussage «Man hat mich schon als Teufel bezeichnet» ab.“
  9. Hochspringen Akron C. F. Frey, Patricia Cooney: Die 8te Pforte, Jenseits der Schwelle: Der Trauma-Trip des alten Magus. In: Silberschnur Verlag. Akron Verlag, S. 66, abgerufen am 6. November 2017 (PDF, Neuerscheinungen Herbst 2017).

Jürgen Hoppmann, St. Gallen, den 10. November 2017

Ueber den Autor Juergen G.H. Hoppmann:

 

Reicher, glücklicher und freier!

Minimalismus-Tipps können mal mehr, mal weniger leicht umgesetzt werden. Als Belohnung winken mehr Zeit, mehr Freiheit, mehr Zufriedenheit und mehr finanzielle Unabhängigkeit.

Viel Spaß beim Stöbern und Erfolg beim Umsetzen! 

  1. Anstelle viel zu arbeiten, um viel zu konsumieren und viel zu träumen, kann man auch weniger arbeiten und weniger konsumieren, um seine Träume zu verwirklichen.
  2. Verlasse Dein Zuhause hin und wieder ohne Geldbeutel.
  3. Kennst Du schon das 5-Minuten-Entrümpeln? Dabei gehst Du mit einer Kiste durch Deine Wohnung und gibst alles, was Du nicht mehr benötigst, in die Kiste. Nach den fünf Minuten entscheidest Du, was Du verschenkst, spendest, verkaufst und entsorgst. Das 5-Minuten-Entrümpeln kann täglich wiederholt werden, bis die Kiste leer bleibt.
  4. Lass Dich von Tieren inspirieren. Sie können das, was uns oft schwer fällt: Nur das zum Überleben nötige tun, sich und die Umwelt schonen, dösen und herumtollen.
  5. Drück Dich kurz und klar aus. Der österreichisch-britische Philosoph Karl Popper empfahl einmal: „Wer’s nicht einfach und klar sagen kann, der soll schweigen und weiterarbeiten, bis er’s klar sagen kann.“
  6. Warum fällt es uns oft so schwer, nach dem Entrümpeln die neu gewonnene Einfachheit und Aufgeräumtheit beizubehalten? Es liegt an einem Phänomen, das fast unmittelbar nach dem Entrümpeln folgt und ich als das schleichende Zurümpeln bezeichne. Wenn Dir dieses Phänomen bewusst ist, kannst Du es in Zukunft vermeiden.
  7. Minimalistisch zu leben, bedeutet auch sich vom Gedankenballast zu lösen. Wir trauen uns oft nicht, unsere Träume zu verwirklichen, weil wir von den schlimmsten Konsequenzen ausgehen.“Ich bin ein alter Mann und ich habe viel Schreckliches erlebt, doch das meiste davon ist nie eingetreten“, schrieb schon Mark Twain. Oft stehen wir uns also selbst im Weg. Wenn Du Deine Ängste definierst, verlieren sie an Wucht. Stelle Dir die folgenden Fragen: Was könnte Negatives passieren? Wie könnte ich den Schaden beheben? Was wird wahrscheinlich eintreten? Worauf warte ich? Dann stelle Dich Deinen Ängsten und verwirkliche Deine Träume.
  8. Reich ist nicht der, der nach immer mehr strebt, sondern der, der mit dem zufrieden ist,was er gerade hat.
  9. Lerne die einfachen Dinge mehr wertzuschätzen. Achtsamkeitsübungen wie die Dankbarkeitsübung helfen dabei. Dafür steckst Du Dir morgens eine Handvoll Bohnen in die links Hosentasche und gibst bei jedem positiven Erlebnis im Laufe des Tages eine Bohne von der linken in die rechte Hosentasche. Dies erhöht die Achtsamkeit auf die guten Dinge, die Dir widerfahren. Weitere Achtsamkeitsübungen findest Du in dem Gastartikel meiner Schwester.
  10. Um Deine persönlichen digitalen Zeitfresser zu identifizieren und zu reduzieren, kannst Du über einen längeren Zeitraum Deinen digitalen Konsum notieren. Dabei ordnest Du die jeweilige Minutenanzahl sinnvollen Kategorien wie E-Mail, Internetrecherche, Nachrichten, Newsletter, Online-Spiele, RSS-Feeds, Streaming und WhatsApp zu.
  11. Lebe geldfreier und damit nachhaltiger, sozialer und minimalistischer als zuvor.
  12. Trenne Dich von allen Gegenständen in der Küche, die Du seit einem Jahr nicht verwendet hast. Du kannst das gleiche mit den anderen Räumen Deiner Wohnung tun.
  13. Hole Dir Anregungen von Julia Susann Helbigs Masterarbeit „Minimalismus zwischen Downshifting und Konsumverzicht“, die Du komplett auf meinem Blog lesen oder herunterladen kannst.
  14. Kläre Missverständnisse, die Dich beschäftigen und blockieren. Meist reicht ein kurzes Telefonat oder persönliches Gespräch. Es geht nicht darum, gleicher Meinung zu sein. Man muss noch nicht mal Verständnis haben. Es geht darum, den Gegenüber zu verstehen, also zu akzeptieren, dass jemand andere Erfahrungen gemacht hat und ein anderes Wertesystem besitzt.
  15. Entdecke das Fernwandern für Dich. Es kommt dem Ideal eines minimalistischen Lebens sehr nahe. Alles, was Du in den Wochen unterwegs benötigst, passt in einen 32-Liter-Rucksack. Alles, was Du in dieser Zeit zu tun hast, ist Dich fortzubewegen, Dich zu (ver)pflegen, eine Bleibe für die Nacht zu finden und Dich hin und wieder bei Deinen Lieben zu melden. Meine bisher längsten Fernwanderungen waren der Jakobsweg, der Fränkische Gebirgsweg, die Alpenüberquerung Salzburg – Triest und der Traumpfad München – Venedig.
  16. Koche nicht immer starr nach Rezept. Sei kreativ. Verwende wenige hochwertige Zutaten – in erster Linie Deine Vorräte sowie Saisonales und Regionales.
  17. Nicht jedes technische Gerät muss vernetzt oder über das Internet erreichbar sein. Der Mehrwert dieses Internet der Dinge ist für den Nutzer oft gering. Die anfallenden Daten hingegen werden von den beteiligten Unternehmen gerne weiterverarbeitet. Mike Kuketz beschreibt in seinem Blogartikel über den digitalen Minimalismus folgendes nicht mehr abwegiges Szenario: „Die ans Netz angeschlossene Kaffeemaschine hat der Krankenkasse meinen Kaffeekonsum übermittelt – die in Aussicht gestellten Boni im Mach-dich-fit Tarif wurden daraufhin gestrichen. Zu allem Überfluss wurde am Wochenende dann noch eingebrochen, weil die Security-Kameras vom Haus ungeschützt von außen erreichbar waren. Aufgrund dieser Nachlässigkeit weigert sich die Hausratversicherung nun vehement für den entstandenen Schaden aufzukommen. Dank meines connected cars weiß meine Frau nun auch, dass ich mich am Wochenende gerne im Rotlichtviertel am Bahnhof herumtreibe.“
  18. Verabrede Dich mit Dir selbst. Gehe allein spazieren, besuche eine Ausstellung oder mache etwas anderes, was Dir Freude bereitet.
  19. Nimm an einem zehntägigen Vipassanakurs teil. Dort lernst Du das Meditieren, darfst aber kein Wort sprechen. Der großartige Reiseautor Andreas Altmann hat in seinem Buch Triffst du Buddha, töte ihn! Ein Selbstversuch solch einen Vipassanakurs beschrieben und kam zu folgender Erkenntnis: „Vipassana als Kundenschutz. Es hellt auf, macht wachsam, vor jedem Kauf soll es mich ermahnen, für Sekunden die Augen zu schließen. Damit ich mir zuhöre. Und dann entscheide, ob ICH das Ding will oder die Werbeabteilung von Sony will, dass ich es will.“
  20. Geburtstag, Namenstag, Ostern, Halloween, Nikolaus, Weihnachten, Hochzeit, Geburt, Taufe … – es gibt ständig einen Grund, etwas zu verschenken. Überlege Dir, ob die Geste wichtig ist oder es für alle angenehmer wäre, darauf zu verzichten. Eine minimalistische und nachhaltige Variante ist, Zeit statt Geld zu verschenken.
  21. Versuche ein Gefühl für Kommerz zu entwickeln. Mache Dir das eigentliche Ziel der Werbestrategen und Lobbyisten bewusst. Viele Großereignisse sind dazu da, Werbebotschaften an die Zuschauer zu bringen. Produkte sollen mit möglichst hohem Gewinn verkauft werden.
  22. Faste ein paar Tage. Indem Du auf das Essen verzichtest und nur Wasser, Tee und Gemüsebrühe trinkst, wirfst Du nicht nur körperlichen, sondern auch seelischen Ballast ab. Du lernst dabei, das Essen wieder bewusster wahrzunehmen und mehr zu genießen. Nach dem Fasten schmecken ein paar Kartoffeln mit Salz und Öl besser als zuvor ein opulentes Dreigängemenü.
  23. Veranstalte mit Freunden eine Entrümpel-Challenge. Drei Ideen: 1 Jahr lang täglich 1 Gegenstand, 1 Monat lang täglich 15 Minuten oder am 1. Tag 1 Gegenstand, am 2. Tag 2 Gegenstände, am 3. Tag 3 Gegenstände usw. Treff Dich regelmäßig mit Deinen Freunden, um über den Fortschritt zu sprechen. Den Verkaufserlös der entrümpelten Gegenstände könnt ihr nach der Challenge spenden oder für eine gemeinsame Unternehmung verwenden.
  24. Mache einen virtuellen Rundgang durch die Wohnungen von Minimalisten (oft ist es nur ein Zimmer): AnneFrancis, Gabi, JoachimJoshua, Marie, Nicol und Tammy.
  25. Verbinde Dich mit Gleichgesinnten. Du findest sie bei den Minimalimus-Stammtischen, auf der jährlichen Minimalismus-Konferenz, im Minimalismus-Forum und auf den Minimalismus-Blogs.

Quelle: Einfach bewusst , Autor: Christof Herrmann

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Reich werden durch unterlassen - Die Kraft des Einfachen

  1. Einfacher leben bedeutet Sein und Tun statt Haben, Freiheit statt Alltagszwang, Genuss statt Übermaß, Vernetzung statt Vereinsamung, Fokussierung statt Verzetteln und Nachhaltigkeit statt Konsumpf.
  2. Mache Dir bewusst, welche Vorteile ein minimalistisches Leben hat. Das könnte der Impuls sein, mehr Einfachheit zuzulassen.
  3. Wenn es Dir schwer fällt, Dich von Erinnerungsstücken zu trennen, könnte dies ein Ausweg sein: Behalte von jeder Dir wichtigen Person genau ein Erinnerungsstück und platziere es an einem besonderen Ort in Deiner Wohnung. Anstelle in einem Karton hunderte Fotos von den Großeltern aufzubewahren, stellst Du zwei gerahmte Fotos auf die Kommode.
  4. Starte Deine nächste Reise von der Haustüre aus, z. B. mit dem Fahrrad. Das spart Geld, Urlaubstage und Nerven und ist zudem gut für die Umwelt.
  5. Qualität statt Quantität bedeutet auch mehr Lebensqualität. Wir haben dies in fast allen Bereichen verlernt. Besonders deutlich wird das bei der Ernährung. Wir essen zu viel, zu fett, zu tierisch, zu süß, zu salzig, zu industriell.
  6. Wenn Du etwas kaufen möchtest, das Du nicht unbedingt zum Leben brauchst, schlafe ein paar Nächte drüber. Oft ist dann der Kaufreflex verschwunden. So habe ich kürzlich 350 Euro und weitere Technik gespart. Aus einem Impuls heraus hätte ich mir beinah ein GPS-Gerät für meine Alpenüberquerung im Sommer zugelegt, das ich eigentlich gar nicht benötige.
  7. Kinder könne das, was wir Erwachsene verlernt haben: In den Tag hinein leben, Neues entdecken, sich ganz in den Augenblick versenken. Davon können wir uns inspirieren lassen.
  8. Hast Du vom Paretoprinzip gehört? Es besagt, dass 80 % der Ergebnisse in 20 % der Zeit erreicht werden. Die restlichen 20 % der Ergebnisse benötigen 80 % der Zeit. Immer wenn etwas nicht perfekt sein muss (was meist der Fall ist), kann man also verdammt viel Zeit und Arbeit sparen.
  9. Geh möglichst oft wandern. Das Wandern ist nicht nur per se minimalistisch, sondern lehrt uns auch im Alltag einfacher zu leben. Wir werden unterwegs so reich beschenkt, dass es uns an nichts fehlt, so wenig wir auch mitnehmen. Sind wir mit allen Sinnen dabei, führt uns das Naturerlebnis zu unseren Wurzeln und dem, was uns wichtig ist.
  10. Trenne Dich von der Hälfte der Dekoration in Deiner Wohnung. Das Übriggebliebene genügt und gewinnt so an Aufmerksamkeit.
  11. Gründe mit Kollegen auf der Arbeit eine Kochgruppe. Einfacher und gesünder kannst Du Dich mittags nicht ernähren. Die Devise lautet: Einer kocht, alle essen. Wenn ihr also zu fünft seid, muss jeder jede Woche nur einmal an den Herd.
  12. Wir haben uns ans komplizierte Leben mit einem Zuviel an Tand und Terminen gewöhnt. Doch man kann „schlechte Gewohnheiten“ ablegen und sich „gute Gewohnheiten“ aneignen. Man muss nur ein paar Wochen dran bleiben, damit die neue Gewohnheit in Fleisch und Blut übergeht. Wie man das genau macht, erfährst Du z. B. von Daniel von beVegt.
  13. Schon die Vorstellung nichts zu tun und der Stille zu lauschen, raubt vielen Menschen den Atem. Mache es trotzdem. Suche nach einem Ort der Stille – morgens im Park, an einem windstillen Tag auf einem Berg, in einer Kirche, in der Badewanne, nachts im Wald. Halte dann inne und genieße den Augenblick.
  14. Zeit und Nerven spart, wer sich an eine minimalistische E-Mail-Routine gewöhnt. Eine private E-Mail-Adresse, eine geschäftliche E-Mail-Adresse und jeweils eine Handvoll Ordner reichen aus, meist auch wenige Sätze anstelle ellenlange Texte.
  15. Lass Dich von Postwachstumsökonom Niko Paech inspirieren, der im Interview mit mir sagte: „Wir könnten viele Energiesklaven, Komfortkrücken und Infrastrukturen ausfindig machen, die wir gar nicht nötig haben – ganz gleich ob elektrisches Küchengerät, Wellness-Rezeptur, Flugreise oder Tiefseehafen. So sparen wir Zeit, Geld, Raum und ökologische Ressourcen. Weg mit dem Wohlstandsschrott, der nur unser Leben verstopft!“
  16. Verlasse Deinen Schreibtisch ordentlich aufgeräumt – sowohl auf der Arbeit als auch zuhause. Wenn Du Dich das nächste Mal hinsetzt, startest Du mit einem ganz anderen Gefühl.
  17. Wer sich entschieden hat zu entrümpeln, steht schnell vor der Frage: Wohin mit all dem Kram? Wegwerfen ist ökologisch nicht sinnvoll, Verkaufen ist bei Bücher, CDs und DVDs zeitaufwendig und bringt oft wenig ein. Die Lösung lautet: Spenden und verschenken.
  18. Einfacher leben heißt auch Müll vermeiden. Das lehrt uns, weniger zu konsumieren, mehr echte Lebensmittel wie Obst und Gemüse zu essen und bewusster mit den Ressourcen umzugehen. Gute Tipps zur Müllvermeidung findest Du z. B. auf Marias Blog, bei Utopia, NABU und Zu gut für die Tonne.
  19. Oft ist es einfach einfacher, etwas zu erledigen, wenn man den dazugehörigen Gegenstand eh schon in der Hand hat. Die Jacke hängt man zuhause an den Haken, anstelle sie erst mal auf den Stuhl zu legen; die Rechnung bezahlt und archiviert man, nachdem man sie aus dem Briefkasten geholt hat und das Geschirr räumt man gleich nach dem Essen in die Geschirrspülmaschine.
  20. Planst Du umzuziehen oder ein Haus zu kaufen oder bauen? Dann überlege Dir, ob Du nicht mit weniger Wohnfläche auskommst, als gedacht. Die Vorteile liegen auf der Hand: Weniger Schulden, weniger Instandhaltung, weniger Putzen, mehr Geld, mehr Zeit, mehr Umweltschutz. Es muss ja nicht gleich ein Tiny house oder Minihaus von 10 bis 15 Quadratmetern sein, das manch einem (oder auch einem Pärchen) tatsächlich groß genug ist.
  21. Gewöhne Dir das Jammern ab. Jammern ist eine weit verbreitete schlechte Angewohnheit, die nichts verändert. Im Gegenteil: Mit dem Jammern zieht man noch mehr Unheil auf sich.
  22. Rette überschüssige Nahrungsmittel vor dem frühzeitigen Mülltonnentod, indem Du sie über Foodsharing verteilst.
  23. Schon mal überlegt, Yoga zu praktizieren? „Du solltest Yoga nach einer Weile wie das tägliche Zähneputzen in deinen Alltag integrieren. Es ist das tägliche Date mit dir selbst, das Zurückziehen auf das Wertvolle in und an dir“, sagt Robin von Asanayoga.
  24. Schau bei einem der Minimalismus-Stammtische vorbei. Regelmäßige Treffen gibt es in Düsseldorf/Essen, Frankfurt am Main/Offenbach, Hamburg, Hannover, Köln/Bonn und Stuttgart. Informationen findest Du bei Minimalismus Stammtisch und Minimalismus leben.
  25. Zum Abschluss drei Mottos, die ich mir in vielen Situationen ins Gedächtnis rufe: Weniger ist mehr. Langsam ist das neue Schnell. Mach’s einfach – im doppelten Sinne.

 

Quelle: Einfach bewusst , Autor: Christof Herrmann

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Reich sein Dank Minimalismus! Hier sind die Geheimnisse

25 Tipps wie jeder mit einfachsten Mitten und Wegen zu mehr Geld und innerer Zufriedenheit kommt. Sie können allesamt umgehend angegangen werden. Viel Spaß damit!

1. Jage nicht dem Perfekten hinterher, sondern streben nach dem für Dich Optimalen.
2. Mache eine einmonatige Konsumdiät, in der Du ausschließlich lebensnotwendige Dinge wie Nahrungsmittel kaufst. Es wird Dir an nichts fehlen. Anstelle Geld für ein Konzert auszugeben, machst Du selbst Musik. Anstelle Klamotten zu kaufen, wirst Du in Deinem aus allen Nähten platzenden Kleiderschrank fündig. Anstelle mit der Familie gefangene Tiere im Zoo anzuschauen, geht es in die Natur.

3.Hast Du durch die Konsumdiät Blut geleckt? Dann trenne Dich einen Monat lang täglich von zehn Dingen. Wenn Du das Experiment verlängerst, hast Du nach anderthalb Jahren 5.555 Dinge verkauft, verschenkt, gespendet und entsorgt.
4. Gleiche Dinge am gleichen Ort aufbewahren. Die T-Shirts in die Schublade, das Werkzeug in den Werkzeugkasten, Kontoauszüge in den Bankordner, Bücher ins Regal … Das hat gleich mehrere Vorteile: Erstens findet man Dinge schneller. Zweitens behält man den Überblick, was man alles besitzt, und kann unnötige Käufe vermeiden. Drittens ist man jederzeit bereit zum Ausmisten.
5. Apropos Ausmisten: Warum kommen wir im Urlaub mit einem Waschbeutel aus, horten aber zuhause Kosmetika, als würden wir eine Drogerie eröffnen wollen? 
6. Um nach dem Ausmisten nicht wieder mit dem Horten anzufangen, kann man sich an folgende Regel halten: Für jeden Gegenstand, der in die Wohnung kommt, verlässt ein anderer die Wohnung.
7. Wie viele Geräte besitzt Du, mit denen Du ins Internet gehen kannst? Vor ein paar Jahren waren es meist nur PC oder Laptop. Heute verbinden sich auch Tablets, Smartphones, Fernseher, MP3-Spieler und Autos mit dem weltweiten Web. Sich von dem einen oder anderen Gerät zu trennen, kann das Leben vereinfachen.
8. Deinstalliere alle Computerprogramme und Smartphone-Apps, die Du seit einem Jahr nicht mehr verwendet hast.
9. Notiere alle E-Mail-Adressen, unter denen Du privat und geschäftlich erreichbar bist. Wenn es mehr als drei sind, ist es wahrscheinlich, dass Du ohne Probleme ein E-Mail-Konto auflösen kannst.
10. Schreibe mal wieder einen Brief. Man braucht dafür Papier, einen Stift, einen Umschlag und eine Briefmarke (Hinweis: die DM-Briefmarken sind seit 2002 nicht mehr gültig). Als Senden-Button fungieren die gelben Kästen, die in den Städten herumhängen.
11. Lebe einen Tag lang ohne Energie und Elektrizität. Du wirst ohne Wecker aufwachen, Dich an einem Bach waschen, von Angesicht zu Angesicht kommunizieren, lesen statt fernsehen, gehen oder radeln statt fahren, Rohkost essen und andere ungewöhnliche Sachen machen.
12. Bitte Deine Geburtstagsgäste keine Geschenke mitzubringen. Stelle stattdessen einen Korb auf, in dem jeder Geld legen kann, das danach einer sozialen Einrichtung gespendet wird.
13. Mache keine Schulden bzw. versuche möglichst schnell schuldenfrei zu werden. Schulden machen das Leben kompliziert und sind Freiheitsräuber.
14. Weniger ist mehr, auch in Sachen Versicherungen. Meiner Meinung nach reicht es aus, die existenzbedrohenden Risiken abzusichern. Welche das sind hängt von der jeweiligen Lebenssituation, von Familienstand und Besitz ab. Ich habe eine Krankenversicherung, eine Haftpflichtversicherung und eine Hausratversicherung, für die ich zusammen derzeit 100 Euro pro Monat zahle.
15. Kündige alle Abos von Magazinen und Zeitungen, die Du nicht regelmäßig liest. Ich habe mich in den letzten Jahren peu à peu von fünf Abos getrennt. Wenn mich doch einmal eine Ausgabe interessiert, kaufe ich sie am Kiosk.
16. Anstelle mit dem Auto in den Stau und dann in den Süden zu fahren oder einfach unbewusst in die Ferne zu jetten, kann man auch in unseren Breitengraden Urlaub machen. Wie wäre es, mit dem InterRail-Ticket Mitteleuropa zu bereisen, auf dem Rad von der Haustüre aus das eigene Bundesland zu erkunden oder zu Fuß von Salzburg nach Triest zu gehen?
17. Konzentriere Dich auf nur eine Sache. Statt zu arbeiten und dabei ein aufgewärmtes Fertiggericht zu essen, während im Hintergrund der Radio dudelt, erledige lieber Deine Arbeit, koche danach ein gesundes Gericht, esse es in Ruhe und höre schließlich mit Freude Musik. Dieses Vorgehen ist der erste Schritt den Alltag achtsamer zu erleben.
18. Lass Deine Gedanken schweifen und nehme von ihnen Notiz. Versuche sie nicht zu kontrollieren oder zu beurteilen. Es geht nicht darum, alles im Griff zu haben, sondern achtsam zu sein.
19. Was hat Dich in letzter Zeit existenziell glücklich gemacht? Sachen kaufen oder Sachen machen? Materielles oder Menschen?
20. Verbringe eine Nacht in der freien Natur und entdecke dabei die Sinnlichkeit des Einfachen.
21. Erstelle einen Essplan mit Einkaufsliste und besorge möglichst alle Lebensmittel in einem Geschäft. Bei uns ist es meist ein Biomarkt, in dem es viel regionales Obst und Gemüse gibt.
22. Ernähre Dich möglichst oft rein pflanzlich. Vegane Ernährung ist nicht kompliziert, auch wenn Fleischesser gerne das Gegenteil behaupten. Auf Einfach bewusst veröffentliche ich regelmäßig vegane Rezepte für Gerichte, die mit wenigen Zutaten schnell zubereitet werden können.
23. Trinke mehr Leitungswasser. Minimalistischer kann man den Durst nicht stillen. Kaffee & Tee, Schorle & Cola, Weizen & Co. sind Genussmittel.
24. „Bei glücklichen Menschen fand ich immer als Grund tiefe Geborgenheit, spontane Freude an den kleinen Dingen und eine große Einfachheit.“ sagte der belgische Ordenspriester und Schriftsteller Phil Bosmans.

25. Die folgenden zehn Bücher lege ich jedem ans Herz, der minimalistischer leben möchte:
– „Befreiung vom Überfluss: Auf dem Weg in die Postwachstumsökonomie“ von Niko Paech
– „Lebe einfacher!“ von Janet Luhrs
– „You can buy happiness (and it’s cheap): How one woman radically simplified her life and how you can too“ von Tammy Strobel
– „The simple guide to a minimalist life“ von Leo Babauta
– „Schlaflos in der Regenzeit“ von Johanna Wagner
– „Herbstmilch: Lebenserinnerungen einer Bäuerin“ von Anna Wimschneider
– „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry
– „Aufbruch zur Achtsamkeit: Wie Pilgern unser Leben verändert“ von Franz Alt, Bernd Lohse und Helfried Weyer
– „Das andere Amerika: Zu Fuß durch die Vereinigten Staaten“ von Peter Jenkins
– „Deutschland umsonst: Zu Fuß und ohne Geld durch ein Wohlstandsland“ von Michael Holzach.

Quelle: Einfach bewusst , Autor: Christof Herrmann

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