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Reich werden durch unterlassen - Die Kraft des Einfachen

„Einfachheit in der Wahl der Nahrung fördert die körperliche Gesundheit. Einfachheit im Umgang mit anderen Menschen den Seelenfrieden.“ (Jacques-Henri Bernardin de Saint-Pierre, französischer Schriftsteller, 1737 – 1814) „Einfachheit in der Wahl der Nahrung fördert die körperliche Gesundheit. Einfachheit im Umgang mit anderen Menschen den Seelenfrieden.“ (Jacques-Henri Bernardin de Saint-Pierre, französischer Schriftsteller, 1737 – 1814)
  1. Einfacher leben bedeutet Sein und Tun statt Haben, Freiheit statt Alltagszwang, Genuss statt Übermaß, Vernetzung statt Vereinsamung, Fokussierung statt Verzetteln und Nachhaltigkeit statt Konsumpf.
  2. Mache Dir bewusst, welche Vorteile ein minimalistisches Leben hat. Das könnte der Impuls sein, mehr Einfachheit zuzulassen.
  3. Wenn es Dir schwer fällt, Dich von Erinnerungsstücken zu trennen, könnte dies ein Ausweg sein: Behalte von jeder Dir wichtigen Person genau ein Erinnerungsstück und platziere es an einem besonderen Ort in Deiner Wohnung. Anstelle in einem Karton hunderte Fotos von den Großeltern aufzubewahren, stellst Du zwei gerahmte Fotos auf die Kommode.
  4. Starte Deine nächste Reise von der Haustüre aus, z. B. mit dem Fahrrad. Das spart Geld, Urlaubstage und Nerven und ist zudem gut für die Umwelt.
  5. Qualität statt Quantität bedeutet auch mehr Lebensqualität. Wir haben dies in fast allen Bereichen verlernt. Besonders deutlich wird das bei der Ernährung. Wir essen zu viel, zu fett, zu tierisch, zu süß, zu salzig, zu industriell.
  6. Wenn Du etwas kaufen möchtest, das Du nicht unbedingt zum Leben brauchst, schlafe ein paar Nächte drüber. Oft ist dann der Kaufreflex verschwunden. So habe ich kürzlich 350 Euro und weitere Technik gespart. Aus einem Impuls heraus hätte ich mir beinah ein GPS-Gerät für meine Alpenüberquerung im Sommer zugelegt, das ich eigentlich gar nicht benötige.
  7. Kinder könne das, was wir Erwachsene verlernt haben: In den Tag hinein leben, Neues entdecken, sich ganz in den Augenblick versenken. Davon können wir uns inspirieren lassen.
  8. Hast Du vom Paretoprinzip gehört? Es besagt, dass 80 % der Ergebnisse in 20 % der Zeit erreicht werden. Die restlichen 20 % der Ergebnisse benötigen 80 % der Zeit. Immer wenn etwas nicht perfekt sein muss (was meist der Fall ist), kann man also verdammt viel Zeit und Arbeit sparen.
  9. Geh möglichst oft wandern. Das Wandern ist nicht nur per se minimalistisch, sondern lehrt uns auch im Alltag einfacher zu leben. Wir werden unterwegs so reich beschenkt, dass es uns an nichts fehlt, so wenig wir auch mitnehmen. Sind wir mit allen Sinnen dabei, führt uns das Naturerlebnis zu unseren Wurzeln und dem, was uns wichtig ist.
  10. Trenne Dich von der Hälfte der Dekoration in Deiner Wohnung. Das Übriggebliebene genügt und gewinnt so an Aufmerksamkeit.
  11. Gründe mit Kollegen auf der Arbeit eine Kochgruppe. Einfacher und gesünder kannst Du Dich mittags nicht ernähren. Die Devise lautet: Einer kocht, alle essen. Wenn ihr also zu fünft seid, muss jeder jede Woche nur einmal an den Herd.
  12. Wir haben uns ans komplizierte Leben mit einem Zuviel an Tand und Terminen gewöhnt. Doch man kann „schlechte Gewohnheiten“ ablegen und sich „gute Gewohnheiten“ aneignen. Man muss nur ein paar Wochen dran bleiben, damit die neue Gewohnheit in Fleisch und Blut übergeht. Wie man das genau macht, erfährst Du z. B. von Daniel von beVegt.
  13. Schon die Vorstellung nichts zu tun und der Stille zu lauschen, raubt vielen Menschen den Atem. Mache es trotzdem. Suche nach einem Ort der Stille – morgens im Park, an einem windstillen Tag auf einem Berg, in einer Kirche, in der Badewanne, nachts im Wald. Halte dann inne und genieße den Augenblick.
  14. Zeit und Nerven spart, wer sich an eine minimalistische E-Mail-Routine gewöhnt. Eine private E-Mail-Adresse, eine geschäftliche E-Mail-Adresse und jeweils eine Handvoll Ordner reichen aus, meist auch wenige Sätze anstelle ellenlange Texte.
  15. Lass Dich von Postwachstumsökonom Niko Paech inspirieren, der im Interview mit mir sagte: „Wir könnten viele Energiesklaven, Komfortkrücken und Infrastrukturen ausfindig machen, die wir gar nicht nötig haben – ganz gleich ob elektrisches Küchengerät, Wellness-Rezeptur, Flugreise oder Tiefseehafen. So sparen wir Zeit, Geld, Raum und ökologische Ressourcen. Weg mit dem Wohlstandsschrott, der nur unser Leben verstopft!“
  16. Verlasse Deinen Schreibtisch ordentlich aufgeräumt – sowohl auf der Arbeit als auch zuhause. Wenn Du Dich das nächste Mal hinsetzt, startest Du mit einem ganz anderen Gefühl.
  17. Wer sich entschieden hat zu entrümpeln, steht schnell vor der Frage: Wohin mit all dem Kram? Wegwerfen ist ökologisch nicht sinnvoll, Verkaufen ist bei Bücher, CDs und DVDs zeitaufwendig und bringt oft wenig ein. Die Lösung lautet: Spenden und verschenken.
  18. Einfacher leben heißt auch Müll vermeiden. Das lehrt uns, weniger zu konsumieren, mehr echte Lebensmittel wie Obst und Gemüse zu essen und bewusster mit den Ressourcen umzugehen. Gute Tipps zur Müllvermeidung findest Du z. B. auf Marias Blog, bei Utopia, NABU und Zu gut für die Tonne.
  19. Oft ist es einfach einfacher, etwas zu erledigen, wenn man den dazugehörigen Gegenstand eh schon in der Hand hat. Die Jacke hängt man zuhause an den Haken, anstelle sie erst mal auf den Stuhl zu legen; die Rechnung bezahlt und archiviert man, nachdem man sie aus dem Briefkasten geholt hat und das Geschirr räumt man gleich nach dem Essen in die Geschirrspülmaschine.
  20. Planst Du umzuziehen oder ein Haus zu kaufen oder bauen? Dann überlege Dir, ob Du nicht mit weniger Wohnfläche auskommst, als gedacht. Die Vorteile liegen auf der Hand: Weniger Schulden, weniger Instandhaltung, weniger Putzen, mehr Geld, mehr Zeit, mehr Umweltschutz. Es muss ja nicht gleich ein Tiny house oder Minihaus von 10 bis 15 Quadratmetern sein, das manch einem (oder auch einem Pärchen) tatsächlich groß genug ist.
  21. Gewöhne Dir das Jammern ab. Jammern ist eine weit verbreitete schlechte Angewohnheit, die nichts verändert. Im Gegenteil: Mit dem Jammern zieht man noch mehr Unheil auf sich.
  22. Rette überschüssige Nahrungsmittel vor dem frühzeitigen Mülltonnentod, indem Du sie über Foodsharing verteilst.
  23. Schon mal überlegt, Yoga zu praktizieren? „Du solltest Yoga nach einer Weile wie das tägliche Zähneputzen in deinen Alltag integrieren. Es ist das tägliche Date mit dir selbst, das Zurückziehen auf das Wertvolle in und an dir“, sagt Robin von Asanayoga.
  24. Schau bei einem der Minimalismus-Stammtische vorbei. Regelmäßige Treffen gibt es in Düsseldorf/Essen, Frankfurt am Main/Offenbach, Hamburg, Hannover, Köln/Bonn und Stuttgart. Informationen findest Du bei Minimalismus Stammtisch und Minimalismus leben.
  25. Zum Abschluss drei Mottos, die ich mir in vielen Situationen ins Gedächtnis rufe: Weniger ist mehr. Langsam ist das neue Schnell. Mach’s einfach – im doppelten Sinne.

 

Quelle: Einfach bewusst , Autor: Christof Herrmann

Last modified onTuesday, 07 November 2017 18:02
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