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Reicher, glücklicher und freier!

„Einfachheit hält Glück bereit.“ (Andreas Tenzer) „Einfachheit hält Glück bereit.“ (Andreas Tenzer)

Minimalismus-Tipps können mal mehr, mal weniger leicht umgesetzt werden. Als Belohnung winken mehr Zeit, mehr Freiheit, mehr Zufriedenheit und mehr finanzielle Unabhängigkeit.

Viel Spaß beim Stöbern und Erfolg beim Umsetzen! 

  1. Anstelle viel zu arbeiten, um viel zu konsumieren und viel zu träumen, kann man auch weniger arbeiten und weniger konsumieren, um seine Träume zu verwirklichen.
  2. Verlasse Dein Zuhause hin und wieder ohne Geldbeutel.
  3. Kennst Du schon das 5-Minuten-Entrümpeln? Dabei gehst Du mit einer Kiste durch Deine Wohnung und gibst alles, was Du nicht mehr benötigst, in die Kiste. Nach den fünf Minuten entscheidest Du, was Du verschenkst, spendest, verkaufst und entsorgst. Das 5-Minuten-Entrümpeln kann täglich wiederholt werden, bis die Kiste leer bleibt.
  4. Lass Dich von Tieren inspirieren. Sie können das, was uns oft schwer fällt: Nur das zum Überleben nötige tun, sich und die Umwelt schonen, dösen und herumtollen.
  5. Drück Dich kurz und klar aus. Der österreichisch-britische Philosoph Karl Popper empfahl einmal: „Wer’s nicht einfach und klar sagen kann, der soll schweigen und weiterarbeiten, bis er’s klar sagen kann.“
  6. Warum fällt es uns oft so schwer, nach dem Entrümpeln die neu gewonnene Einfachheit und Aufgeräumtheit beizubehalten? Es liegt an einem Phänomen, das fast unmittelbar nach dem Entrümpeln folgt und ich als das schleichende Zurümpeln bezeichne. Wenn Dir dieses Phänomen bewusst ist, kannst Du es in Zukunft vermeiden.
  7. Minimalistisch zu leben, bedeutet auch sich vom Gedankenballast zu lösen. Wir trauen uns oft nicht, unsere Träume zu verwirklichen, weil wir von den schlimmsten Konsequenzen ausgehen.“Ich bin ein alter Mann und ich habe viel Schreckliches erlebt, doch das meiste davon ist nie eingetreten“, schrieb schon Mark Twain. Oft stehen wir uns also selbst im Weg. Wenn Du Deine Ängste definierst, verlieren sie an Wucht. Stelle Dir die folgenden Fragen: Was könnte Negatives passieren? Wie könnte ich den Schaden beheben? Was wird wahrscheinlich eintreten? Worauf warte ich? Dann stelle Dich Deinen Ängsten und verwirkliche Deine Träume.
  8. Reich ist nicht der, der nach immer mehr strebt, sondern der, der mit dem zufrieden ist,was er gerade hat.
  9. Lerne die einfachen Dinge mehr wertzuschätzen. Achtsamkeitsübungen wie die Dankbarkeitsübung helfen dabei. Dafür steckst Du Dir morgens eine Handvoll Bohnen in die links Hosentasche und gibst bei jedem positiven Erlebnis im Laufe des Tages eine Bohne von der linken in die rechte Hosentasche. Dies erhöht die Achtsamkeit auf die guten Dinge, die Dir widerfahren. Weitere Achtsamkeitsübungen findest Du in dem Gastartikel meiner Schwester.
  10. Um Deine persönlichen digitalen Zeitfresser zu identifizieren und zu reduzieren, kannst Du über einen längeren Zeitraum Deinen digitalen Konsum notieren. Dabei ordnest Du die jeweilige Minutenanzahl sinnvollen Kategorien wie E-Mail, Internetrecherche, Nachrichten, Newsletter, Online-Spiele, RSS-Feeds, Streaming und WhatsApp zu.
  11. Lebe geldfreier und damit nachhaltiger, sozialer und minimalistischer als zuvor.
  12. Trenne Dich von allen Gegenständen in der Küche, die Du seit einem Jahr nicht verwendet hast. Du kannst das gleiche mit den anderen Räumen Deiner Wohnung tun.
  13. Hole Dir Anregungen von Julia Susann Helbigs Masterarbeit „Minimalismus zwischen Downshifting und Konsumverzicht“, die Du komplett auf meinem Blog lesen oder herunterladen kannst.
  14. Kläre Missverständnisse, die Dich beschäftigen und blockieren. Meist reicht ein kurzes Telefonat oder persönliches Gespräch. Es geht nicht darum, gleicher Meinung zu sein. Man muss noch nicht mal Verständnis haben. Es geht darum, den Gegenüber zu verstehen, also zu akzeptieren, dass jemand andere Erfahrungen gemacht hat und ein anderes Wertesystem besitzt.
  15. Entdecke das Fernwandern für Dich. Es kommt dem Ideal eines minimalistischen Lebens sehr nahe. Alles, was Du in den Wochen unterwegs benötigst, passt in einen 32-Liter-Rucksack. Alles, was Du in dieser Zeit zu tun hast, ist Dich fortzubewegen, Dich zu (ver)pflegen, eine Bleibe für die Nacht zu finden und Dich hin und wieder bei Deinen Lieben zu melden. Meine bisher längsten Fernwanderungen waren der Jakobsweg, der Fränkische Gebirgsweg, die Alpenüberquerung Salzburg – Triest und der Traumpfad München – Venedig.
  16. Koche nicht immer starr nach Rezept. Sei kreativ. Verwende wenige hochwertige Zutaten – in erster Linie Deine Vorräte sowie Saisonales und Regionales.
  17. Nicht jedes technische Gerät muss vernetzt oder über das Internet erreichbar sein. Der Mehrwert dieses Internet der Dinge ist für den Nutzer oft gering. Die anfallenden Daten hingegen werden von den beteiligten Unternehmen gerne weiterverarbeitet. Mike Kuketz beschreibt in seinem Blogartikel über den digitalen Minimalismus folgendes nicht mehr abwegiges Szenario: „Die ans Netz angeschlossene Kaffeemaschine hat der Krankenkasse meinen Kaffeekonsum übermittelt – die in Aussicht gestellten Boni im Mach-dich-fit Tarif wurden daraufhin gestrichen. Zu allem Überfluss wurde am Wochenende dann noch eingebrochen, weil die Security-Kameras vom Haus ungeschützt von außen erreichbar waren. Aufgrund dieser Nachlässigkeit weigert sich die Hausratversicherung nun vehement für den entstandenen Schaden aufzukommen. Dank meines connected cars weiß meine Frau nun auch, dass ich mich am Wochenende gerne im Rotlichtviertel am Bahnhof herumtreibe.“
  18. Verabrede Dich mit Dir selbst. Gehe allein spazieren, besuche eine Ausstellung oder mache etwas anderes, was Dir Freude bereitet.
  19. Nimm an einem zehntägigen Vipassanakurs teil. Dort lernst Du das Meditieren, darfst aber kein Wort sprechen. Der großartige Reiseautor Andreas Altmann hat in seinem Buch Triffst du Buddha, töte ihn! Ein Selbstversuch solch einen Vipassanakurs beschrieben und kam zu folgender Erkenntnis: „Vipassana als Kundenschutz. Es hellt auf, macht wachsam, vor jedem Kauf soll es mich ermahnen, für Sekunden die Augen zu schließen. Damit ich mir zuhöre. Und dann entscheide, ob ICH das Ding will oder die Werbeabteilung von Sony will, dass ich es will.“
  20. Geburtstag, Namenstag, Ostern, Halloween, Nikolaus, Weihnachten, Hochzeit, Geburt, Taufe … – es gibt ständig einen Grund, etwas zu verschenken. Überlege Dir, ob die Geste wichtig ist oder es für alle angenehmer wäre, darauf zu verzichten. Eine minimalistische und nachhaltige Variante ist, Zeit statt Geld zu verschenken.
  21. Versuche ein Gefühl für Kommerz zu entwickeln. Mache Dir das eigentliche Ziel der Werbestrategen und Lobbyisten bewusst. Viele Großereignisse sind dazu da, Werbebotschaften an die Zuschauer zu bringen. Produkte sollen mit möglichst hohem Gewinn verkauft werden.
  22. Faste ein paar Tage. Indem Du auf das Essen verzichtest und nur Wasser, Tee und Gemüsebrühe trinkst, wirfst Du nicht nur körperlichen, sondern auch seelischen Ballast ab. Du lernst dabei, das Essen wieder bewusster wahrzunehmen und mehr zu genießen. Nach dem Fasten schmecken ein paar Kartoffeln mit Salz und Öl besser als zuvor ein opulentes Dreigängemenü.
  23. Veranstalte mit Freunden eine Entrümpel-Challenge. Drei Ideen: 1 Jahr lang täglich 1 Gegenstand, 1 Monat lang täglich 15 Minuten oder am 1. Tag 1 Gegenstand, am 2. Tag 2 Gegenstände, am 3. Tag 3 Gegenstände usw. Treff Dich regelmäßig mit Deinen Freunden, um über den Fortschritt zu sprechen. Den Verkaufserlös der entrümpelten Gegenstände könnt ihr nach der Challenge spenden oder für eine gemeinsame Unternehmung verwenden.
  24. Mache einen virtuellen Rundgang durch die Wohnungen von Minimalisten (oft ist es nur ein Zimmer): AnneFrancis, Gabi, JoachimJoshua, Marie, Nicol und Tammy.
  25. Verbinde Dich mit Gleichgesinnten. Du findest sie bei den Minimalimus-Stammtischen, auf der jährlichen Minimalismus-Konferenz, im Minimalismus-Forum und auf den Minimalismus-Blogs.

Quelle: Einfach bewusst , Autor: Christof Herrmann

Last modified onTuesday, 07 November 2017 18:03
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