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Horror Silvesternacht 2016 Köln

Frauen vergewaltigt,brutal begrapscht,ausgeraubt und gedemütigt !   

Ein Krisentreffen in Köln soll zur Klärung der sexuellen Angriffe auf dutzende Frauen beitragen. Auch über Konsequenzen soll beraten werden. Der NRW-Innenminister Jäger betonte, er werde die "dreisten sexuellen Attacken" nicht hinnehmen. 

Nach Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht rund um den Kölner Hauptbahnhof hat Oberbürgermeisterin Henriette Reker für heute am Vormittag ein Krisentreffen angesetzt. Daran sollen unter anderem die Kölner Polizei, die Bundespolizei und Stadtdirektor Guido Kahlen teilnehmen, wie eine Stadtsprecherin sagte.

Zuvor reagierte Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) scharf auf die Ereignisse. "Wir nehmen es nicht hin, dass sich nordafrikanische Männergruppen organisieren, um wehrlose Frauen mit dreisten sexuellen Attacken zu erniedrigen", zitierten der Kölner "Express" und der "Kölner Stadt-Anzeiger" den Minister. "Deshalb ist es notwendig, dass die Kölner Polizei konsequent ermittelt und zur Abschreckung Präsenz zeigt."

Sexualdelikte in sehr massiver Form

Am Silvesterabend hatten sich auf dem Bahnhofsvorplatz laut Polizei etwa 1.000 Männer versammelt, die "dem Aussehen nach aus dem arabischen oder nordafrikanischen Raum" stammen. Dies hätten alle Zeugen übereinstimmend ausgesagt.

Ähnlich hatten sich die Polizei und die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Pressemitteilungen geäußert. Aus der Menge bildeten sich demnach Gruppen von mehreren Männern, die Frauen umzingelt, bedrängt und ausgeraubt haben sollen. Polizeipräsident Wolfgang Albers sprach am Montag von Sexualdelikten in sehr massiver Form und einer Vergewaltigung. Bis Dienstag lagen der Polizei 90 Anzeigen vor. "Wir gehen davon aus, dass es noch Straftaten gibt, die uns nicht bekannt sind, deshalb möchte ich alle Opfer dazu auffordern, sich bei der Polizei zu melden und die Straftaten anzuzeigen."

NRW-FDP will Innenminister befragen

Die FDP-Landtagsfraktion forderte am Montag, dass Minister Jäger im Innenausschuss Ende Januar Rede und Antwort zu den Übergriffen stehen müsse. "Wenn es selbst mit einem aufgrund der Silvesternacht bereits verstärkten Aufgebot an Einsatzkräften der Polizei nicht mehr gelingt, Straftaten mit Nachdruck zu unterbinden und Täter unverzüglich festzusetzen, gerät unser Rechtsstaat ins Wanken", sagte der innenpolitische Sprecher der Fraktion, Marc Lürbke, laut Mitteilung.

Die Kölner Oberbürgermeisterin Reker bezeichnete die Vorfälle im "Kölner Stadt-Anzeiger" als "ungeheuerlich". Es könne nicht sein, dass Besucher, die nach Köln kämen, Angst haben müssten, überfallen zu werden. "Wir können nicht tolerieren, dass hier ein rechtsfreier Raum entsteht", sagte die parteilose Politikerin der Zeitung. Polizei und Bundespolizei seien "dringend gefordert". Es müssten Schritte unternommen werden, um "insbesondere Frauen vor solchen Übergriffen zu schützen". Möglicherweise müsse man auch die Video-Überwachung im Hauptbahnhof ausweiten.

Ausmaß wurde erst im Laufe der Silvesternacht deutlich

Erst im Laufe der Silvesternacht und in den Folgetagen war das Ausmaß der Gewalt deutlich geworden, die von der Gruppe ausgegangen sein soll. Nach Polizei-Angaben sollen alle Einsatzkräfte, die zur Verfügung waren, vor Ort gewesen sein. Doch die Beamten hatten anscheinend nichts von den sexuellen Übergriffen und Diebstählen gemerkt.
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Als zwischen 1.00 und 1.30 Uhr bei der Kölner Polizei und Bundespolizei die ersten Anzeigen erstattet wurden, habe die Polizei von dem "massiven Vorgehen" erfahren, sagte der NRW-Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Arnold Plickert. Die Vorfälle hätten eine neue Qualität.

"Das müssen wir ganz klar sanktionieren"

"Das ist im Prinzip ein organisiertes Vorgehen, was wir da festgestellt haben", sagte Plickert. Es müsse ermittelt werden, wie es eigentlich möglich gewesen sei, "dass diese Tausend nach Köln gekommen sind und sich da getroffen haben".
 
Zu den Spekulationen in sozialen Netzwerken über die Täter sagte Plickert im ZDF: "Wir müssen fein und sauber differenzieren. Nicht jeder Flüchtling ist ein Straftäter." Es sei nun wichtig, ganz genau die Täter zu ermitteln. Dafür sei die Polizei auch auf Videoaufnahmen angewiesen, die von Passanten gemacht wurden. Diese sollen dabei helfen, die Täter zu identifizieren.
 
"Das muss herausgestellt werden, dass das nicht die Allgemeinheit ist, sondern dass wir eine Gruppe haben, die die Rechtsnormen in Deutschland nicht akzeptieren", sagte Plickert und fügte hinzu: "Das müssen wir ganz klar sanktionieren."

05.01.2016, Quelle: dpa, afp, ZDF  

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Last modified onTuesday, 05 January 2016 13:24
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