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WARUM Amazon KDP mein Konto gekillt hat – und warum das jedem Indie-Autor passieren kann

Amy Fisher kopfkino.vip rät dazu Autoren und Lesern dazu Amazon KDP möglichst zu meiden Amy Fisher kopfkino.vip rät dazu Autoren und Lesern dazu Amazon KDP möglichst zu meiden

WARUM Amazon KDP mein Konto gekillt hat – und warum das jedem Indie-Autor passieren kann

von Amy Fisher, Januar 2026

Liebe Leserinnen, liebe Kolleginnen,

am 30. Januar 2026 hat Amazon mein KDP-Konto ohne Vorwarnung gekündigt. Begründung: „fehlende Veröffentlichungsrechte“ bei sieben mehrsprachigen Erotik-Titeln. Ich hatte bei jedem Upload korrekt „Yes“ zu AI-generated translations angeklickt – genau wie es die Richtlinien verlangen. Trotzdem: Konto gesperrt, Bücher entfernt, Tantiemen eingefroren, Neuanmeldung verboten.

Das war kein Versehen. Das war System.

Was wirklich passiert ist

Ich habe eine Serie in sieben Sprachen veröffentlicht: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Niederländisch. Der Originaltext ist von mir, die Übersetzungen mit KI-Unterstützung erstellt und von mir nachbearbeitet. Kein Plagiat, keine Rechte Dritter verletzt. Aber genau diese Kombination – mehrsprachige Serie + erotischer Inhalt + KI-Übersetzungen – hat Amazons Algorithmus oder Reviewer auf den Plan gerufen.

Seit Ende 2025 häufen sich solche Fälle in der Indie-Community (vor allem Erotik, Romance, Dark Romance):

  • Konto plötzlich weg
  • Standard-Begründung: „fehlende Rechte“ oder „disappointing customer experience“
  • Auch bei korrekter Disclosure
  • Besonders gefährdet: Serien, KI-Inhalte, mehrsprachige Uploads, alles mit Tabu- oder Grenzthemen (selbst wenn alles fiktiv und consensual) Amazon lässt Bücher monatelang live, verdient mit (Verkäufe, KU-Seiten), und schlägt dann zu – ohne echte Prüfung, ohne fairen Einspruch, ohne Auszahlung offener Tantiemen. Viele verlieren fünf- bis sechsstellige Summen. Ein neues Konto ist fast unmöglich (IP-, Zahlungs-, Geräte-Tracking).

Warum sie das machen

Das ist kein Qualitäts-Management. Das ist ein Geschäftsmodell: Massen-Uploads zulassen → mitverdienen → später bereinigen, wenn es „zu viel Spam“ wird oder negative Aufmerksamkeit droht. Die Leidtragenden sind nicht die echten Spammer, sondern oft ehrliche Indie-Autoren, die sich an die (geschriebenen) Regeln gehalten haben.

Was das für Leser*innen bedeutet

Eure Lieblingsbücher verschwinden plötzlich. Die „neue Qualität“, die Amazon verspricht, ist in Wahrheit immer stärkere Zensur. Die mutigen, wilden, tabubrechenden Geschichten – genau die, die viele von euch lieben – werden systematisch entfernt. Übrig bleibt glattgebügelte Massenware.

Mein Appell an Indie-Autoren

Geht wide. Sofort. Draft2Digital, Smashwords, direkt bei Kobo Writing Life, Apple Books, Google Play Books, Thalia/Tolino.

Macht keine großen mehrsprachigen KI-Serien exklusiv bei Amazon.

Speichert alles (Dateien, Screenshots, Korrespondenz).

Habt immer einen Plan B – Amazon ist kein Partner mehr, sondern ein Risiko.

Mein Appell an Leser*innen

Wenn eure Lieblingsbücher plötzlich weg sind: Das liegt oft nicht an der Autorin oder am Autor. Das liegt an Amazons automatisierter „Bereinigung“. Sucht uns direkt (Website, Thalia, Kobo, Apple Books, Draft2Digital). Dort seid ihr näher dran und unterstützt die Kreativen, die Amazon gerade ausbootet.

Best Werbung ever?

Ironischerweise: Ja. Denn jetzt wissen Tausende, dass es bei Amazon nicht mehr sicher ist – und wo sie uns stattdessen finden können. Wide ist der neue Standard. Und wir Indie-Autoren sind stärker, als Amazon denkt.

Wenn ihr mehr wissen wollt oder mir eure Geschichte erzählen möchtet: Schreibt mir gerne. Bleibt stark. Und bleibt wide.

Amy Fisher
kopfkino.vip

#KDPKündigung #IndieAutor #AmazonZensur #WidePublishing #KIÜbersetzungen #ErotikAutor

 

Last modified onFriday, 30 January 2026 09:45

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